F-104 “Starfighter”

Nein, ich baue nicht nur Starfighter. Aber im Laufe der Zeit haben sich nun schon Einige angesammelt.
Irgendwie fasziniert mich die Form dieses Flugzeugs.
Ich kenne inzwischen die Bausätze von Hasegawa, Revell, Esci, Matchbox und Academy (alt).

Der beste Bausatz ist eindeutig der von Hasegawa. Dieser ist fein negativ graviert und bietet die beste Detailierung und Paßgenauigkeit. Das Cockpit ist gut detailiert, mit erhaben geprägten Instrumenten und ordentlichen Schleudersitzen (2 Versionen). Dabei wird der Lockheed-Sitz für CF und J, der Martin-Baker für G und S verwendet. Lediglich beim Zusammenfügen von vorderer und hinterer Rumpfhälfte ist etwas mehr Nacharbeit erforderlich. Allerdings machen sich, bei in letzter Zeit gekauften Bausätzen, erste Anzeichen von Formenverschleiß durch Grat und unvollständig ausgespritzte Kanten bemerkbar.
Der Hasegawa-Bausatz bietet, in unterschiedlichen Bausatzkombinationen, verschiedene Hauptfahrwerksklappen, Räder, Lufteinläufe, Schubdüsen, Schleudersitze, Stabilisierungsflächen, Kanonenmündung bzw. -abdeckung sowie diverse Antennen und Sensoren zum Bau der F-104 J, G, S und CF-104. Außerdem gibt es die TF-104 G / F-104 DJ.
Eine geteilte Cockpithaube gibt es nur bei Hasegawa.
Die Bauanleitung geht meist gut auf die feinen Unterschiede der einzelnen Versionen ein.

Der Bausatz von Revell erreicht nicht die Detailierung und Paßgenauigkeit des Gegenstücks von Hasegawa, allerdings auch nicht dessen Preisniveau. Revell bietet die F-104 G, C und die TF-104 G an. In den Revell-Bausätzen gibt es ebenfalls ein ordentliches Cockpit und zusätzlich die Option für ausgefahrene Luftbremsen.

Diese Option bietet auch der Bausatz von Esci (seit Kurzem wieder von Italeri zu haben).
Es gab die F-104 C, G, S und CF-104.
Außerdem zeigt der Esci-Starfighter feine versenkte Gravuren, gute Paßgenauigkeit und einige Fehler im Detail.
Für alle Versionen sind die hinteren Hauptfahrwerksklappen zu kurz, ihre Stützen ca. 2mm zu lang und die Zusatztanks erscheinen mir etwas schlank.
Für eine frühe CF-104 muß die Kanonenmündung verschlossen werden, für eine späte CF fehlen die Sensoren unter Bug und Heck. Es gab aber auch Maschinen ohne Sensoren aber mit Kanone.
Außerdem hatten die CF keinen IR-Sensor vor dem Cockpit.
Für G und S müssten die vorderen Hauptfahrwerksklappen stärker “ausgebeult” und die Hauptfahrwerksräder breiter sein. G und S hatten auch eine andere Schubdüse.
Meist muß für die S außerdem die Kanonenmündung verschlossen werden.
Für die unterschiedliche Antennenanordnung sollte man am besten Vorbildfotos bemühen:

Hasegawa

Esci

Von Matchbox kenne ich nur die TF-104 G. Ein sehr schlichter Bausatz mit groben Gravuren und einigen Fehlern. Ich habe ihn eigentlich nur wegen der Decals gekauft.

Zum Schluß noch der alte Bausatz von Acedemy.
Dieser war leider für mich unbrauchbar, da der angegebene Maßstab 1:72 keinesfalls stimmt.

CF-104

CF-104 / CF-104 D

F-104 RB

F-104 S

TF-104 G

F-104 G

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Wolfram Witschel